Mit Stressödem zum Arzt, mit Rippenprellung zurück


Da sich über Monate bei meinem Knochenmarködem keine wirkliche Besserung einstellte, bat ich nochmal Prof. Dr. Google um Rat, der schlug mir daraufhin eine off-label-Therapie mit Ibandronat vor. Knochenpapst Prof. Reiner Bartl führte mal eine vielversprechende Studie durch, für mich möglicherweise die letzte Möglichkeit ein Aufbohren des Knochens zu verhindern. Mein Orthopäde schien da nicht ganz so euphorisch, dennoch bekam ich eine Infusion mit Ibandronsäure. Bis dahin nahm ich schon einige Wochen Vitamin D und Vitamin K..

Die Infusion wurde bei mir im Sitzen durchgeführt, das war ein Fehler! Ein oder zwei Minuten hat’s gedauert, dann ging’s mit meinem Kreislauf bergab und ich musste um Hilfe rufen. Nicht wirklich schlimm, wenn einem das Blut in den Beinen versackt, war wohl auch ein guter Test für die Praxis, was in einem Notfall zu tun ist. Zumindest meinte das dann mein Orthopäde.
Einen Tag danach hatte ich dann Schmerzen in der linken Brust. 
Ich war nie der Meinung, dass Leistungssport unbedingt gesundheitsschädlich sein muss. Zumindest in meinem Fall war ich mir immer sicher, mir mit dem Sport ein langes Leben mit hoher Lebensqualität auch im Alter zu sichern. Ich hab es zwar nie für sinnvoll gehalten zu erklären, dass ich nie gedopt habe, aber ich will trotzdem mal erwähnen, dass ich nie Koffeintabletten oder Kreatin verwendet habe, ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt eine Schmerztablette genommen habe und habe heute noch ein schlechtes Gewissen, dass ich vor 13-14 Jahren Eisen substituierte. Alkohol im Übermaß hab ich seit meinem Sturz ’96 nur noch in Maßen genossen und Hochprozentiges ohnehin nicht mehr, ich meide fettes Fleisch, versuche mich insgesamt gesund zu ernähren usw….man könnte also zur Frage kommen: „Um Himmels Willen, hat der überhaupt mal gelebt?“
Dennoch, wenn’s in der linken Brust schmerzt hab ich kein gutes feeling, wache auch nachts schon mal schweißgebadet auf und will nicht mehr wirklich trainieren. Erst nach einer Woche und etlichen Fragen an Dr. Google kam ich auf die Lösung. Vielleicht eine Herzmuskelentzündung oder eine Nebenwirkung vom Ibandronat? Nein, mein Orthopäde hat mir beim Versuch, meinen Körper auf eine Liege zu bugsieren eine Rippenprellung verpasst, wirklich online war ich in dem Moment ja nicht.
Das war am 20.02., mittlerweile habe ich noch leichte Schmerzen, aber vor ein paar Tagen bin ich bei akuten Schmerzen mal einen Kilometer auf Tempo gelaufen und hab’s überlebt. Das KMÖ hat sich durch die Arbeit aber wieder verschlimmert.
Zumindest bin ich einen Schritt weiter und weiß jetzt genau, wie es dazu kam: Letzten August war ich beim Ironman 70.3. in Wiesbaden als Schwimmer eingesetzt. Der dünne Teppich in der Wechselzone hat nicht wirklich vor den spitzen Steinen geschützt, beim Lauf durch die Wechselzone ist es dann passiert, danach konnte ich nicht mehr auftreten und noch nicht mal mehr vernünftig Radfahren. In den 4 Wochen danach bis zum Rennen in Almere bin ich nur noch 41 km gelaufen, beim Rennen selbst hab ich soviel gelitten wie seit vielen Jahren nicht mehr. Woran das gelegen hat, weiß ich heute aber auch nicht mehr. Am 7.12. war ich dann beim Orthopäden und direkt danach kam es zum MRT. Ein paar Tage zuvor hatte ich noch für das nächste Rennen gemeldet, den Ironcat am 11.05….mal sehen…

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