Holland Triathlon Almere 2011


Hmm, 9:29h, 17. gesamt, es hätte noch schlimmer kommen können. Zumindest 200m nach dem Start sah es schon so aus, dass ich das Ziel überhaupt nicht sehen würde. Zum 1. Mal in 14 Jahren Triathlon kam ich fast in Seenot, zum 1. Mal musste ich auf Brustschwimmen umstellen. Nachdem ich es dieses Mal endlich geschafft hatte pünktlich am Start und damit in der 1. Reihe zu sein, befand ich mich dann im letzten Drittel des Feldes. Aber wer mich schon mal hat Brustschwimmen sehen, der weiß: das Zeitlimit (2:15h, glaube ich) hätte ich damit nie erreicht.
Vor 2 Jahren waren die Bedingungen beim Schwimmen sicherlich härter, aber in diesem Jahr war ich völlig überfordert. Die Wellen, der Ölgeruch, mir war schlecht und ich hatte trotz 18-19 Grad totale Hitze. Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, lag ich beim 1. Landgang nach 1,1km so auf dem 85. Platz, dann ging es wieder gegen die Wellen, mir wurde nochmal ähnlich schlecht, aber schließlich konnte ich mich noch auf den 41. Platz vorarbeiten, auf dem letzten km hatte ich mich sogar richtig gut gefühlt.

Auf dem Rad war es dann natürlich wieder ein einsames Rennen, nur einer kam noch von hinten. 256 Watt, wobei ich anfangs wieder nur langsam losfahren konnte, überraschenderweise aber hintendrauf nicht so viel verlor. In Anbetracht der Vorbereitung war das sogar super. Klar erkennen kann man trotzdem den akuten Hungerast nach 4h, woraufhin ich mir 4 squeezys reinschob. Der Puls hat über weite Strecken übrigens nur Kraut angezeigt, war etwas Schade, Geschwindigkeit fiel unterwegs auch aus, hab das manuell korrigiert. Die richtige Streckenlänge dürfte bei etwa 178,5km liegen.
Verpflegung lag diesmal bei 2 Riegeln, den 4 Squeezys mit jeweils 16gr Kohlenhydraten (15 hatte ich dabei) und den Getränken unterwegs. Diesmal gab es das Zeug von Powerbar, was seit ein paar Jahren einen deutlich höheren Natriumanteil hat. Vermutlich lag es daran, dass ich diesmal keine aufgequollenen Hände hatte, ein Fortschritt. Wenn ich meinen Energieverbrauch berechne, sollte ich dennoch wesentlich mehr zuführen, denn auch diesmal kam ich beim Laufen nicht bzw. viel zu spät in die Hufe. Muskulär gab es zumindest wieder überhaupt keine Probleme, kein Vergleich zu den Anfangsjahren, als ich oftmals mit Beinen wie Blei loslief.

Trotz Regen und Wind und mittelprächtiger Leistung, das war wieder mal etwas fürs Herz! Oakley auf der Nase, Finishershirtprahlerei, Zipp-Alarm, Posing ohne Ende, abartiges Startgeld und das Gefühl in einem völlig irregulärem Rennen nur abgezockt zu werden, Finishfoto-Wucher – all das gibt’s in Almere nicht. Ergebnisse und der 1 Mann, Dirk Wijnalda:

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