Cologne 226



Okay, okay, 2 Eiermänner in 8 Tagen schafft nun wahrscheinlich nicht mehr jeder, aber es ist noch lang kein Grund ein Fass aufzumachen. Ganz im Gegenteil, auch wenn es beim Betrachten meiner Seite auf den ersten Blick anders erscheinen sollte: ich war nie darauf aus, möglichst viele Eiermänner ins Ziel zu bringen, das Problem bei 10 oder mehr Ironman im Jahr ist in erster Linie finanzieller Natur. Eine gute Leistung zählt mehr als 30 mittelmäßige, ist doch völlig klar.
In den Tagen nach Almere suchte ich noch nach einer Startmöglichkeit, beim Elbaman oder auf  Ibiza Anfang Oktober wäre ich gern gestartet, allerdings waren beide Wettkämpfe zu einem einigermaßen günstigen Preis nicht erreichbar. Laufen vielleicht, Vorbereitung auf einen Marathon Ende Oktober? Was soll der Quatsch, dachte ich mir, mich weit unter Wert verkaufen und meine immer noch mit Abstand stärkste Disziplin, das Radfahren, nicht verwerten.
Die Nummer mit Köln fiel mir dann erst am Donnerstagnachmittag an der Arbeit ein, als ich meinen Arbeitsplan für die darauffolgende Woche erhielt: „Montag, Dienstag und Mittwoch frei, verdammt, dann muss ich ja wieder trainieren…“ Und darauf hatte ich nun gar keinen Bock, deshalb kontaktierte ich sofort den Highlander, als er abends im 3athlon-Forum seinen Staffelstartplatz anbot. Das bot mir auch die Chance in Köln zu starten ohne dem Veranstalter zusätzlich noch Geld in den Rachen zu werfen (bis auf 10 Euro Ummeldegebühr, glaub ich, weiß aber nicht mehr genau), und das war mir schon sehr wichtig. Weiterhin wurde es für mich dann auch noch einiges günstiger als die vor Ort zu zahlenden 255 Euro bei einer Nachmeldung.
Irgendwie wollte ich mich auch erst in der Nacht zu Sonntag entscheiden, aber Highlander machte gleich Nägel mit Köpfen und so kam ich nicht mehr raus aus der Nummer. Viel größere Bedenken als wg. dem Start vor einer Woche machte ich mir allerdings darum, dass ich Samstag Spätschicht hatte und dementsprechend auch nicht so megafrisch und erholt sein könnte. 
Zum Glück schlief ich während der Autofahrt dann aber nicht ein und versuchte nun um 05:30Uhr auf dem stockdunklen Parkplatz meine Reifen aufzupumpen. Beim Aufdrehen des Ventils drehte ich dummerweise nur das ganze Ventil heraus: “ das fängt ja gut an“, dachte ich, aber zum Glück fand ich das Ventil noch wieder und startete dann auch um 10 nach 7 ganz gut zum Schwimmen. Der Start wieder verzögert, denn man ist ja in Köln, etwas hilflos wirkten auch die Versuche, die Athleten vorm Start nochmal zur eigentlichen Startlinie zurückzurufen. Das will ich klar sagen, mir ist das inzwischen auch ziemlich Wurscht, wenn Leute meinen vorm Start nochmal einige Meter rausschlagen zu müssen, ich forciere das nicht, aber in Köln blieb ich auch keine 20m mehr zurück an der eigentlichen Linie, sondern reihte mich kurz hinter den Topleuten ein. Den Rückstand am Start so kurz zu halten ist mir bei einem anderen Wettkampf in diesem Jahr leider nicht gelungen, bei dem Leute, die es eigentlich gar nicht nötig hätten, schon am Start manipulieren mußten…..
Bei professionellen Veranstaltungen sind zumindest einige Kanus im Wasser, aber wie gesagt, hier war man in Köln, was auch dazu führte, dass man jederzeit während des Schwimmens hätte abkürzen können, was natürlich auch anderswo gern und unbestraft praktiziert wird, so z. Bsp. dieses Jahr in Frankfurt. 
Nach 500m traute ich meinen Augen kaum, als ich hochsah, ich war immer noch in der Spitzengruppe und es ging alles total locker, überhaupt nicht angetrengt, phantastisch – aber die Freude währte nicht lange, schon kurz darauf bekam ich bleischwere Arme und wurde konstant überholt. Schwimmzeit war dann trotzdem noch okay, allerdings auch auf einer Traumstrecke, bei der man kaum überflüssige Meter schwimmen kann.

der Geschwindigkeit, wobei ich selbst mit 45 km/h  in den Rückenwindpassagen alles andere als schnell unterwegs war. 

Zum Laufen bleibt dann eigentlich nur noch zu sagen, dass es der erwartet einsame und trostlose Lauf wurde. Im Gegensatz zum Vorjahr war ich diesmal darauf vorbereitet, nicht hinnehmbar ist es aus meiner Sicht allerdings, dass die Streckenausschilderung bei einem Eiermann so schlecht ist, dass man nahezu immer und überall rufen muß, wo der Weg langführt und man sich unterwegs auch gar nicht mehr sicher ist, ob man sich überhaupt noch auf der Wettkampfstrecke befindet. Dass selbst der Führende vom Führungsfahrrad falsch geleitet wurde spricht Bände…

Die letzten 8km mit Wind von vorn hab ich dann nochmal richtig gelitten und bin dank mangelhafter Versorgung auch richtig eingegangen, dennoch mit 3:26h, wie erwartet, nur 10-15sec/km langsamer als in Almere gewesen. Im Endeffekt ist halt alles nur eine Willenssache, auf dem Rad war ich mit bereinigten 237 Watt sogar noch etwas stärker. Zum Glück empfing mich Diana, die nachmittags mit dem Zug angereist war, im Ziel, somit mußte ich nicht auch noch selbst mit dem Auto heimfahren, wäre vielleicht doch eine Belastung zuviel gewesen. 

           

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